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Gegenöffentlichkeit 2.0

Soziale Bewegungen erleben in der gegenwärtigen Phase einen Aufschwung, getragen von breiter Unzufriedenheit mit herrschenden Verhältnissen und sich abzeichnenden großen Umbrüchen. Das Netz, das World Wide Web, das selbst seit einem halben Jahrzehnt in eine dynamischere und interaktivere Phase eingetreten ist, in eine “Web 2.0″ und “Social Media”-Phase, ist zu einem nahe liegenden bis selbstverständlichen Werkzeug für Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und kollektives Wissensmanagement geworden.
Gerade für heterogene, neu entstehende und bewegliche Organisationsformen, wie die der Sozialen Bewegungen, ist das Web und bietet das Web die überall erreichbaren, funktionalen und billigen Werkzeuge, die im Moment gebraucht werden.

Die Kraft der Vielen koordinieren lernen!

Für «Nichtregierungsorganisationen» (NGOs) können Netzwerk-Kampagnen die Kampagnenform der Zukunft werden. Die Verbreitung von sozialen Medien macht wirkungsvolle Kommunikations-Tools verfügbar und bringt ein aktives Selbstverständnis potentieller Aktivist_innen. Zivilgesellschaftlichen Initiativen und NGOs müssen aber noch viel lernen, wenn sie die Reichweite sozialer Bewegungen und die Steuerbarkeit von klassischen Kampagnen in Netzwerk-Kampagnen kombinieren wollen. Wo genau noch Handlungsbedarf besteht, beobachtete ich als Sprecher von SOS Mitmensch, einer “pressure group”, für die ich Kampagnen zur Durchsetzung der Menschenrechte gemacht habe. Fünf Punkte greife ich hier heraus.